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Theatergruppe
Zur Aufführung kommt in diesem Jahr 2009 ein Dreiakter
von Inge Debelts mit dem Titel
„De kostenlose Bibelstünn“.
Erzählt wird die Geschichte eines Wunderheilers, der mit seiner Sekte ein ganzes Dorf durcheinander wirbelt, ganz nach dem Motto: Alle arbeiten, keiner kriegt Geld, und alles dient der biblischen Gemeinschaft.
Dass sich dabei Ärger breit macht, lässt sich denken. Zuerst durchschaut eine Oma das Treiben des Wunderdoktors. Sie sorgt dafür, dass am Schluss alles wieder seine Ordnung hat.
Heini Knoop erbt ein Lokal und will es nach gründlicher Renovierung eröffnen. Es könnte alles sehr schön sein wenn Heinis Ehefrau Elsbeth, geb. Linneweber, ein bisschen mehr mithelfen würde. Aber leider klagt sie ständig über Kopfschmerzen, ganz besonders dann, wenn Ehemann Heini mal so'n bisschen Schmusen möchte. Heini ist ganz verzweifelt mit seiner „verdröögten Olschke“. Sie kann keine Witze ab, sie kann kein Likörchen ab und ... ist ihr auch „schaneerlich“. Was ist zu tun??? Da macht Hein Knoop die Bekanntschaft mit dem Wunderheiler Adamus. Er verspricht, Heinis Frau von den Kopfschmerzen zu befreien. Aber dazu braucht er weibliche Unterstützung und ruft nach seiner Assistentin Alvina. Die ganze Sache wird nicht billig, aber was macht man nicht alles, um wieder eine gesunde Frau zu haben. Tochter Elke und Oma Linneweber sehen die Sache etwas skeptisch. Und der pfiffige Lehrling Hannes Puhl merkt auch sehr schnell, dass da was nicht stimmt. Mit Hilfe von Privatdetektiv Egon Meyer mit Ypsilon und Schwager Max Finger lösen sieden Fall von den Wunderheilern, der zum Schluss von der Polizei abgeholt wird.
Die Rollen:
Heini Knoop Familienvater Fietze Koop
Elsbeth Knoop seine Frau Karola Deike
Elke Knoop seine Tochter Friederike Junker
Auguste Linneweber Oma im Hause Knoop Marion Leiding
Hannes Puhl aufgeweckter Lehrling Silke Seemann
Lothar Meier geldgieriger Geistheiler Holger Oestmann
(alias Adamus) und Sektenführer
Elvira Bartsch Komplizin von Adamus Ilse Müller
(alias Alvina)
Herr Egon Meyer Privatdetektiv Heinrich Bartels jr.
Max Finger Meyers Gehilfe Reiner Bartels
Souffleuse Waltraud Liefer
Anderten , den 6.April 2008
Wenn die Oma im Lotto gewinnt.....
Theatergruppe Anderten überzeugte mit "Mien Liek - Dien Liek
Die Theatergruppe Anderten zeigte am Wochenende zweimal das Plattdeutsche Stück " Mien Liek - Dien Liek" (" Meine Leiche - Deine Leiche") . Am Freitag und am Sonntag kam der Zweitakter von Claus Woberg auf der Bühne in Schützenhaus zur Aufführung. Die Handlung: Oma Pielsticker hat im Lotto gewonnen. Die frohe Kunde hat sich in dem kleinen Dorf sehr schnell rumgesprochen. Schnell sind alle Bewohner in irgeneiner
weise hinter dem Geld her. Die eigene Familie hofft auf eine satte Erbschaft, Einbrecher sind auch auf den
unerwarteten Reichtum aufmerksam geworden und selbst der Pastor macht sich so seine Hoffnungen auf die
Hinterlassenschaft.
Anderten im Theatermonat März 2007 Theater, Theater, Theater unser 4. Stück
Dei Komödie " Blinne Koh "
Die Anderter Theatergruppe des Trafovereins zeigte am Freitagabend und am Sonntagnachmittag den plattdeutschen Dreiakter
" Blinne Koh " von Karl Buntje.
Nach der erfolgreichen Premiere am Freitag fanden sich rund 120 Gäste am Sonntag im Schützenhaus ein, um einen vergnüglichen Theaternachmittag zu erleben. Auch in diesem Jahr präsentierte die Theatergruppe unter Leitung von Silke Seemann, die gleichzeitig gemeinsam mit Marion Leiding souflierte, wieder eine heitere Komödie, die mit bissigen Humor und reichlich Situationskomik für ausgelassene Stimmung sorgte. Bereits 1951 kam das Stück zur Aufführung, damals von der ersten Theatergruppe Anderten.
Spielort ist die Wohnstube der Krümpelmanns. Fied Krümpelmann (Fietze Koop) ist ein mehr oder minder erfolgreicher Bauer, der sich viel lieber mit dem Sammeln von Antiquitäten beschäftigt. Sehr zum Unmut seiner Frau Talke ( Ilse Müller) und Sohn Dirk (Reiner Bartels), die mit dem Hof alle Hände voll zu tun haben. Für Unruhe sorgt zudem die neugierige Haushälterin Roswitha Schnoor (Waltraud Liefer), die es mit der Loyalität nicht so wichtig nimmt. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die Kuh Roswitha. Bürgermeister und Großbauer Bernd Sültemeier (Holger Oestmann) soll sie von Fied gestohlen haben.
Sültemeier ist empört über diesen Vorwurf. Wie sollte es anders sein: Die beiden Nachbar streiten sich. Tochter Lena Sültemeier (Sabine Seemann) ist der ruhende Pol in der Familie, denn schließlich ist sie weniger am Streit interessiert, denn sie ist mit Dirk zusammen, was noch keiner wissen darf . Magt Tine (Karola Deike) ist bei den Sültemeiers beschäftigt, und immer wenn eine Botschaft an die Krümpelmanns zu übermitteln ist, muss sie los. Wäre da noch Auktionator Sötbeer (Anette Junker), der auf den ersten Blick als hilfreicher Streitschlichter auftritt, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Als Roswitha dem Schlachtbeil zum Opfer fällt, ist der Zorn bei Fied zienlich groß. Auf einen Kompromiss, die Kuh zu teilen, geht der dickköpfige Krümpelmann nicht ein, schließlich sei es ja seine Kuh. Dass der hinterlistige Fied jedoch Roswitha selbst auf die Wiese von Sültemeier getrieben hat, damit sie dick und rund wird, Sültemeier von diesem Umstand wußte, jedoch nicht sagte, klärte sich erst am Ende auf und sorgte zunächst für reihlich Verwirrungen. Als dann noch eine Anti- Kampagne gegen den Bürgermeister mittel zahlreicher Flugzettelaktionen im Dorf für Missmut sorgt, droht die Stituation zu eskalieren, denn Sültemeier ist davon überzeugt, dass Krümpelmann für die Kampagne verantwortlich ist. Mittels einer Falle sollte sich herausstellen, dass der hinterlistige, stellvertretende Bürgermeister Sötbeer scharf auf den Posten des ersten Bürgermeisters war.
Am Ende wird zwischen den Krümpelmanns und den Sültemeiers wieder alles gut, und auch die Beziehung zwischen Dirk und Lena ist nun offiziell. Die Theatergruppe Anderten agierte sehr engagiert auf der Bühne des Schützenhauses. Die Zuschauer amüsierten sich prächtig und spendeten viel Szenenbeifall und einen langanhaltenden Schlussapplaus.
Michael Duensing
( Aus "Die Harke" vom 27. März 2oo7 )
Theatergruppe des Trafo-Vereins begeisterte
mit Ihrem zweiten Stück
"Naverskinner" in Anderten
Am Sonntagnachmittag gab`s zum zweiten Mal in der Schützenhalle Anderten das plattdeutsche Stück "Naverskinner" von Friedrich Lange. Es spielte die Theatergruppe des "Trafo-Vereins"
(Trafo: historisches Bauwerk im Ort und Abkürzung für "Tradition und Fortschritt"); Regie führte Silke Seemann.
Erzählt wird die Geschichte einer Bauerenfamilie, deren schüchterne Tochter einen zunächst depperten, dann aber fidelen Schuster und prospektiven Ladenbesitzer findet und deren Sohn eine zunächst etwas schrille, dann aber ganz patente Stadtpflanze heimführt. Irrlichternd tanzt der pfiffige Lehrjunge Hans durch die Szenerie.Nach trägen Beginn,einem Mittagsschläfchen,beginnt eine Serie von Pointen zu prasseln, die das Publikum im beide Male bertsend gefüllten Veranstalltungslokal zu Heiterkeitsausbrüchen und Szenenapplaus mitrissen.
Höhepunkte waren die verkorkste Situation, als dem zunachst heiratsscheuen Schuster vorgehalten wird, er trage zum Aussterben der Menschheit bei.Der bezieht das dergestalt auf sich, dass er glaubt, ihm werde das persöhnliche Aussterben in Aussicht gestellt, worauf er mit gerichtlichen Schritten droht. Der andere war die köstliche Szene, als die Stadtpflanze Hille und Sohn Gerd den Bauern damit überraschen wollen,dass sie am Sonntagmorgen in den Kartoffeln jäten und der Bauer eine verzweifelte Suada ausbricht, ihm werde " seine Landarbeit weggenommen". Friedhelm Junker gab den Bauern Hinnerk Ruschmann als Trumm, dessen wuchtigen Auftreten die fleischgewordenen Rechtfertigung seiner Lebensauffassung darstellte. Schön, wie er sich am Ende von der Schwiegertochter in spe um den Finger wickeln lässt. Seine Frau Anna wurde resolut von Waltraut Liefer gestaltet. Tochter Emma, gespielt von Anette Junker, beginnt als verwischtes Huscherchen und mutiert zur hingegebenen Braut mit selig-nassem Blick (mit Augentropfen nachgeholfen?) Sohn Gerd, glatt dargestellt von Holger Oestmann, ist eine etwas undakbare Rolle, die darin besteht, dass der Sohn eben da ist. Hille seine Braut wurde von Karola Deike selbstbewust und patent gebracht.
Die größte Wandlung wurde Heini Bartels, der den Schuster Klaus spielte, abverlangt. Aus dem verschobenen, ungepflegten und verbissen geizigen Sonderlingwird ein elegant gekleideter, schüchterner Brautwerber, der es aber immer noch nicht lassen kann, auf den Preis der geschenkten Pralinen hinzuweisen. Gestalterischer Höhepunkt war die Rolle des Lehrjungen Hans, den die Regisseurin Silke Seemann gab; ein verschlagener,witziger,um keine Ausrede verlegener Kobold, der erreicht, was er will. Umwerfend komsich, wie sich die Mitteilung, sie habe sich rasiert, mit einer entsprechenden Handbewegung, mit den Augenrollen und mit der in die Backe gedrückten Zunge dokumentiert:alles glatt.
Fazit: Erstaunlich, was eine 250-Seelen-Gemeinde an Talenten aufzuweisen hat. Glücklich die Region, die über derlei verfügen.
Wolfgang Motzkau-Valeton
( Aus Die Harke vom 12. April 05 )
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Dar mutt ik ja`n dicken Kredit upnehmen"
Plattdeutscher Theaterabend des Trafo-Vereins Anderten war ein voller Erfolg.
Zu einem plattdeutschen Theaterstück mit dem Titel "Landrat Ottenjan" von Claus Woberg hatte der Trafo-Verein Anderten eingeladen. Und das mit großen Erfolg, denn die Mitglieder des Heimatvereins rechneten nicht mit einer so hohen Besucherzahl. Die aufgestellten Stühle reichten zunächst nicht aus, und die Helfer hatten alle Hände voll damit zu tun, weitere Stühle und Bänke zu platzieren. Über 150 Besucher waren der Einladung zu dem vergnüglichen Theaterabend gefolgt und wurden mit einer amüsanten Aufführung gelohnt.
"Wir sind überrascht, dass so viele Leute gekommen sind. Die Theatergruppe hat sich im letzeten Jahr zusammen gefunden. Der Gedanke, unser Stück zu präsentieren, ist nicht geplant gewesen und zufällig entstanden", erklärte Fietze Koop, Vorsitzender des Trafo-Vereins. Der übergeordnete Zweck des Vereins ist die Förderung des Heimatgedankens, der Heimatpflege und der Heimatkunde in Anderten.
Und diese Aufführung war tatsächlich etwas Besonderes. Zum einen handelte es sich um eine Uraufführung und zum anderen fand sich nach über 50 Jahren wieder eine Theatergruppe in Anderten zusammen.
Zum Stück: Willem Ottenjan (Holger Oestmann) ist ein ehrgeiziger Mensch.Er ist nicht nur ein kompetenter Handwerker, sondern Ottenjan will auch als Landrat in die Politik. Seiner Frau Meta (Marion Leiding) ist das gar nicht so recht. Tochter Astrid (Carola Deike) findet die Idee nicht so schlecht, denn sie will unbedingt Spargelkönigin werden und hofft auf den väterlichen Einfluss. Auch ihr Verlobter, Jochen Kummer (Heinrich Bartels jr.) ist schnell überzeugt. Ottenjan verspricht ihm nämlich den zweiten Vorsitz in seiner neuen Partei, der PDV Partei der Vernunft und außerdem den Posten des Agrardezernenten. Johanna Toben (Sabine Seemann) sieht sofort ihre Vorteile. Um die ersten Stimmen sicher zu haben unterschreibt der designierte Landrat eine Vereinbarung, bei der Johanna Tobens Ackerland nach der Wahl in geldbringendes Bauland umgewandelt wird. Die ersten Rückschläge muß Ottenjan allerdings bei einem Telefonat mit dem amtierenden Landrat August Deters (Friedhelm Junker) hinnehmen,der ihn über das wahre Landratsleben aufklärt. Um sich ein Bild von seinem Nachfolger zu machen, trifft Deters bei den Ottenjans persönlich ein. Plötzlich taucht Hinnerk (Silke Seemann) auf. Hinnerk ist ein landstreichender Philosoph und geniert sich auch nicht, bei den Ottenjans ans Telefon zu gehen. Spontan gibt Hinnerk an Stelle von Willem Ottenjan der örtlichen Lokalzeitung ein Interview zur politischen Lage. Beeindruckt zeigt sich Landrat Deters, der Hinnerk auch für den Ottenjan hält. Doch schließlich löst sich am Ende alles auf und Landrat Deters erklärt, was alles zu einem Wahlkampf und dem Leben eines Politikers dazugehört. Willem Ottenjan ist überwältigt: "Dar mut ik ja`n dicken Kredit upnehmen. Plakate. Saalmiete, Inserate, Kledaasch föt jo-un nu ok noch Böker!" Spontan zeit er seine Kandidatur zurück.
Das Publikum war begeistert und belohnte die Aufführung mit viel Szenen- und langanhaltendem Schlussapplaus. Kleine Hindernisse wurden souverän und witzig mit Hilfe der Souffleuse Waltraud Liefer gemeistert. Die Schauspieler glänzten in ihren Rollen und sorgten mit viel Situationskomik für einen äußerst vergnügten Abend.
Aus "Die Harke", Dienstag,den 04. Mai 2004