Anderten - Dorf


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Erläuterungen zum geplanten Lehmann-Koop-Biotop

Aktivitäten aus den Ort

GLL Sulingen 26.01.2010

Amt für Landentwicklung
Flurbereinigung Heemsen
Kös-Lehmann-Koop-Biotop

Erläuterungen zum geplanten Lehmann-Koop-Biotop


Beschreibung

Fließgewässer werden in der Kulturlandschaft häufig primär als Ableiter von überschüssigem Wasser gesehen. Damit sie diese Funktion dauerhaft und zuverlässig übernehmen können, wurden sie in der Vergangenheit häufig begradigt und im Hinblick auf eine konstengünstige Pflege, maschinengerecht ausgebaut. Naturnahe Strukturen, wie ´z. B. kolkartige Vertiefungen, Uferabbrüche, Ufergehölze und Röhrichte gingen dabei verloren.

Um der Natur zumindest in einem kleinen Bereich wieder zu einer größeren Vielfalt zu verhelfen, stellen Eigentümer von Grundstücken an der "Wölpe" in Anderten, ihre Flächen für biotopverbessernde Maßnahmen zur Verfügung.

Folgende Maßnahmen sind geplant:
· Herstellung eines ca. 50 m langen Parallelgewässers mit Ein- und Auslauf zur Wölpe mit möglichst steilen und unbefestigten Böschungen an der der Wölpe abgewandten Seite
· Abtrag des Bodens zwischen Wölpe und Seitenarm, ungefähr auf Höhe des Mittelwassers
· Verbreiterung und Vertiefung des Wölpebettes unterhalb des Umfluters als Sedimentationsbereich bei möglichen Bodenumlagerungen
· Herstellung einer Sohlaufhöhung um ca. 30 cm. Das Wasser soll möglichst durch den Umfluter geleitet werden, gleichzeitig soll aber der Wasserabfluss bei höheren Wasserständen gewährleistet bleiben.
· Bepflanzung der Böschungsoberkante des Umfluters mit Sträuchern. Es sollen mindestens ca. 3 bis 5 Reihen folgender Arten gepflanzt werden: Eberesche, Hasel, Hartriegel, Weißdorn, Schlehe, Hundsrose, evt. auch einiger Roterlen, Stieleichen und Eschen.

Pflege:
Die Pflege soll sich möglichst auf die eigentliche Wölpe und die dort übliche Unterhaltung beschränken. Für den übrigen Biotopbereich sollten möglichst naturnahe Entwicklungen zugelassen, bzw. gefördert werden. Beispielsweise werden sich die feuchten Rohbodenflächen rasch mit Pflanzen, vermutlich auch mit Gehölzen besiedeln, was durchaus erwünscht ist. Da der Umfluter sehr kurz ist und wenig Gefälle aufweist, reicht die Strömung vermutlich nicht aus, Uferabbrüche hevorzurufen. Hier könnte man hin und wieder zum Spaten greifen und die Voraussetzungen für die Ansiedlung des Eisvogels schaffen.

Kosten:
Ca. 50 m 5-reihiger Gehölzstreifen ohne Wildschutzzaun, mit Mulchen
und Wässern der Pflanzfläche ............................................................................................................500 €
Ca. 400 m³ Bodenabtrag (überschlägig: 40 m x 10 m x 1 m) und Einbau
auf angrenzender Fläche ................................................................................................................2.000 €
Herstellung einer Sohlaufhöhung, pauschal.......................................................................................1.000 €
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................................................................................................................................................... 3.500 €
......................................................................................................................................19 % Mwst.665 €
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.................................................................................................................................................... 4.165 €
...................................................................................................................................13 % Bltg. etc.541 €
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.....................................................................................................................................................4.706 €
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Die Herstellungskosten betragen ca. 4.700 €.



(Köstermenke)


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Fließgewässer werden in der Kulturlandschaft Heimat für den Eisvogel



Die Länge des Eisvogels beträgt 15-17 cm. Sein Schnabel ist 4 cm lang, die Flügelspannweite ist 25 cm. Er wiegt etwa 40 g.

Der Eisvogel ist einer der buntesten heimischen Vögel. Sein Gefieder ist leuchtendblau.

Eisvögel fangen ihre Beute, indem sie sich kopfüber ins Wasser stürzen und das Beutetier mit dem Schnabel festhalten. Sie fressen kleine Fische, Wasserinsekten, kleine Frösche und einige Landinsekten. Eine Eisvogelfamilie mit 6 oder 7 Jungen kann pro Tag bis zu 90 Fische fressen.

Mit einem gefangenen Fisch im Schnabel fliegt der Eisvogel zu einem Sitzplatz am Ufer. Die kleinen Fische verschlingt er lebend, größere Fische aber schlägt er so lange auf den Ast, bis sie sich nicht mehr bewegen. Die Beute verschluckt er kopfüber, damit sich die Flossen, Schuppen und Gräten nicht im Rachen verfangen. Unverdauliche Reste werden ausgespien.

Eisvögel ziehen ihre Jungen von Mai bis September auf, sie brüten meist einmal im Jahr . Sie legen 6-7 weiße und fast runde Eier. Das Nest ist eine selbstgegrabene Erdröhre in einer Steilwand. Die Jungen schlüpfen nackt und bleiben 23-27 Tage im Nest.


Foto : Alec Johnstone


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